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Bayerische Tierschutzjugend
Seminar in Schwärzelbach in der„Sippachsmühle“
„Artenschutz in der Rhön“
Zum vierten Mal lud die Bayerische Tierschutzjugend unter Leitung der Hammelburger Jugendgruppe und der Vorsitzenden der BTJ Marion Friedl, vom 10. bis 12. Juli 2009 in die „Sippachsmühle“ ein, um umgeben von herrlicher Natur wieder ein interessantes abwechslungsreiches Seminar durchzuführen.
Von den Hammelburgern wurden wieder Unmengen an Lebensmitteln herangeschafft, die dann in Gruppenarbeit an den drei Tagen vegetarisch verkocht und gegrillt wurden.
Die Teilnehmer wurden zum Thema „Artenschutz in der Rhön“ eingestimmt. Die Rhön bietet hier eine riesige Artenvielfalt an Pflanzen und Tieren.
Im Jahr 2007 konnte das Vorkommen der Wildkatze im Biosphärenreservat Rhön durch Lockstocknachweise bestätigt werden. Neben den Lockstocknachweisen für die Wildkatze“ ließ die Zoologische Gesellschaft Frankfurt (ZGF) auch die Eignung der Rhön als Habitat und Wanderkorridor für Wildkatze und Luchs im Rahmen von drei Diplomarbeiten untersuchen. Dabei zeigte sich, dass die Rhön auch überregional eine wichtige Verbundfunktion ausübt. Daher ist es lohnend und wichtig, die Funktion zu stützen. Die Wildkatze dient dabei als Zielart für Tierarten mit großen Raumansprüchen sowie für Lebensgemeinschaften strukturreicher Waldbiotope und Wald-Offenland-Komplexe.
Ebenso soll das extrem vom Aussterben bedrohte Birkhuhn in der Rhön gerettet werden. Die zirka 40 Birkhähne und Birkhennen, die noch die Hochrhön zwischen den Städten Tann und Wildflecken bevölkern, bilden heute in ganz Deutschland wahrscheinlich die einzige überlebensfähige Population dieser Tierart nördlich der Alpen. Weil die Birkhühner auf dem Erdboden brüten, fallen bis zu dreißig Prozent des Nachwuchses allein den Füchsen zum Opfer
Eine Wanderung mit dem Vorsitzenden des Bund Naturschutzes Ulf Zeidler um die Waizenbacher Teiche war für Groß und Klein ein schönes Erlebnis. Sie erfuhren einiges über den Amphibienschutz und das Leben der Fledermäuse. Besonderen Spaß machte es natürlich mit Käschern die Kaulquappen und andere Lebewesen des Teiches einzufangen und in einem Aquarium zu beobachten.
Beim anschließenden Picknick konnten sich die Wanderer wieder stärken.
Zum Abschluss wurde zur Wasserskianlage nach Thulba bei Hammelburg gefahren. Hier konnten sich „Alte“ und „Neue“ Talente auf dem Wasser beweisen, was natürlich für die Zuschauer und „Läufer“ eine Riesengaudi war.
Marion Friedl
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