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Thunfisch - NEIN DANKE
Die Meere werden leer gefischt. Fast jede Nation Europas ist daran aktiv oder passiv beteiligt. Schwimmende Industriebetriebe die vom Fang bis zum Verpacken alles erledigen, lassen der Tierwelt unter Wasser keine Chance.
Durch das Auswerfen von Treibnetzen, die eine Länge von 50 km haben (entspricht der Entfernung von Hammelburg nach Würzburg) und 15 Meter in die Tiefe reichen, wird das Meer systematisch leer gefischt. Eine Tierwelt, die sich in Millionen von Jahren aufgebaut hat, wird binnen weniger Jahre von Nationen wie Japan, Norwegen, Chile, Peru, Südkorea, Taiwan (um nur die größten zu nennen) ausgelöscht! Das hauptsächliche Fangziel sind die Thunfische. Doch in den Netzen der Fangflotten bleibt alles hängen: Seevögel, Delphine, Wale, Schildkröten, Haie, Robben...Weil die Flotten nur für Fisch mit einer bestimmten Größe ausgelegt sind (Verarbeitung, Verpackung), fallen bei einer Tonne verwerteten Fisches 5 Tonnen "Abfall", d.h. tote Tiere ab, die von den großen Flotten, die auf Kabeljau und Thunfisch spezialisiert sind ins Meer zurückgeworfen werden.
Doch der Rückgang der Bestände hat heute schon ein historisches Tief erreicht. Dies merken auch die Flottenbetreiber. Doch anstatt aus Fehlern zu lernen, werden einfach die Praktiken geändert. Einerseits wird der Fang mit dem Treibnetz perfektioniert, d.h. die Netze betragen mittlerweile schon eine Länge von bis zu 120 km, werden mit Schiffen durch das Wasser gezogen oder über Nacht treiben gelassen. Andererseits werden heute auch kleinere Fische mit System gefangen. Denn die lassen sich gut an Firmen der Viehfutterherstellung verkaufen und für Fischstäbchen ist die Größe ja sowieso egal.
Doch selbst der ökonomische Aspekt, dass durch den massiven Treibnetzeinsatz die Grundlage für den Fischfang der nächsten Jahre sehr gefährdet ist, lässt die drei größten Fangnationen Japan, Taiwan, Südkorea kalt. Es wird weiter gefangen, auch wenn erwiesen ist, dass die Meere halb leer gefischt sind.
Nach offiziellen Angaben legen 1400 Schiffe im Nordpazifik jede Nacht 50.000 km Netze aus. 40 % des begehrten Thunfisches lösen sich verletzt oder tot aus den Fangnetzen und fallen ins Meer zurück.
Erste Erfolge sind im Kampf gegen das Treibnetzfischen schon zu verzeichnen. Im Südpazifik ist das Treibnetzfischen verboten. Doch im Mittelmeer werden wohl bald die Schwertfische ausgerottet sein. Auf den Lofoten leben die Fischer teilweise schon von der Sozialhilfe. Fisch ist an vielen Plätzen der Welt zum Luxusgut geworden. Doch europäische Lebensmittelketten kaufen noch weiter von den brutalen Ausbeutern unserer Weltmeere deshalb:
NEIN zu Treibnetzen – Kein qualvolles Sterben im Meer!
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