"Respekt. Straßentiere gehören zum Team."

Die Regierung der Ukraine

will die Tötung von Straßenhunden hart bestrafen. Wir helfen bei der Umsetzung eines tierschutzgerechten Konzeptes - das auch weit über die Fußball-EM 2012 hunaus nachhaltig wirkt.


Die Bilder von Hundetötungen in der Ukraine in Zusammenhang mit den Vorbereitungen der Fußball-Europameisterschaft 2012 haben eine Debatte über den tierschutzgerechten Umgang mit Straßentieren ausgelöst. Die brutale Tötung der Hunde zur vermeintlichen „Verschönerung des Stadtbildes" lehnt der Deutsche Tierschutzbund vehement ab.
 
In einem Gespräch vor Ort nannte der stellvertretende Bürgermeister von Kiew, Oleksandr Mazurchak, die Zahl von 12.000 alleine in der Hauptstadt lebenden Straßenhunden. Um diese hohe Population mit tierschutzgerechten Maßnahmen zu verringern und einen besseren Umgang mit den Tieren zu erreichen, plant Kiew derzeit ein zentrumsnahes Tierheim, Kastrationsaktionen und eine Aufklärungskampagne für die Bevölkerung. Hierbei wird die Stadt eng mit dem Deutschen Tierschutzbund zusammenarbeiten. Der Bürgermeister hat dies mündlich versprochen, ein Vertrag ist gerade in der Ausarbeitung. Als Modell soll das Projekt des Verbandes in der Stadt Odessa dienen. In dem Tierschutzzentrum wird das Konzept „Fangen, Kastrieren und Freilassen" bereits seit Jahren erfolgreich praktiziert.

Hier finden Sie weiter Informationen des Deutschen Tierschutzbundes e.V. >>>weiterlesen

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EU-Kommission schlägt Schlupflöcher für Tierversuche für Kosmetika vor

EU-Kommission schlägt Schlupflöcher für Tierversuche für Kosmetika vor

Ab März 2013 gilt das lang erstrittene Vermarktungsverbot für in Tierversuchen getestete Kosmetik – eigentlich. Denn die EU-Kommission arbeitet an Hintertürchen, um dieses Verbot zu umgehen. In einem Arbeitsdokument, das die Kommission diese Woche Tierschützern vorgelegt hat, spricht sie sich zwar gegen einen weiteren Aufschub des Termins aus, will Kosmetikherstellern aber gleichzeitig ermöglichen, auch danach neue Inhaltsstoffe außerhalb der EU an Nagern, Kaninchen und anderen Tieren testen zu können. Der Deutsche Tierschutzbund kritisiert vehement jegliche weitere Fortsetzung dieser Tierversuche. 20 Jahre nach der ersten Ankündigung des Vermarktungsverbots muss endlich Schluss ein.

„Mit dem jetzt vorgelegten Dokument ist klar, dass die Kommission nicht wirklich hinter einem Ende der Tierversuche für Kosmetika steht und stattdessen lieber vor der Kosmetikindustrie kuscht. Das Festhalten am Termin für das Verbot wird damit zur Farce“, kritisiert Thomas Schröder, Präsident des Deutschen Tierschutzbundes.

Im März 2009 wurden EU-weit alle Tierversuche für Kosmetika verboten. Bis März 2013 dürfen außerhalb der EU noch drei bestimmte Tests, die mit immensem Tierleid und hohen Tierzahlen verbunden sind,  für die Prüfung kosmetischer Inhaltsstoffe durchgeführt und die Produkte trotzdem innerhalb der EU verkauft werden. Die Kommission muss in den kommenden Monaten einen Legislativvorschlag vorlegen, wenn dieses Verkaufsverbot nicht in Kraft treten soll. Nach dem jetzt vorliegenden Kommissionsentwurf sollen Firmen auch nach 2013 Tierversuche für kosmetische Inhaltsstoffe unter besonderen Umständen, z. B. wenn ein Stoff „einen technischen Fortschritt“ verspricht, außerhalb der EU an Tieren durchführen und trotzdem das Produkt hier vermarkten können. Die Ausnahmekriterien sind schwammig sowie kaum überprüfbar und würden auch zukünftig fragliche Neuerungen auf Kosten von Tierleid legalisieren.

„Tierversuche für Kosmetik sind jedoch aus ethischer Sicht indiskutabel. Niemand braucht und will neue Kosmetik, wenn dafür Tiere leiden und sterben müssen. Wir fordern zusammen mit unseren europäischen Dachverbänden, dass ein Verbot ohne Ausnahmen eintritt“, fordert Schröder.

Über 140.000 EU-Bürger haben bereits die EU-weite Kampagne „NEIN zu Tierqual-Kosmetik“ unterstützt. „Das ist ein deutliches Signal, dass auch die EU-Bürger weitere Tierversuche für Schönheitsmittel ablehnen“, so Schröder abschließend.

Weitere Informationen zur Kosmetikkampagne:

www.tierschutzbund.de/kampagne_kosmetik_tierversuche.html

http://www.jugendtierschutz.de/kosmetikkampagne.html